Theodor Pröpper: 100 Jahre "Männerchor" Balve

Männerchor  1874  Balve  e.V.


Theodor Pröpper:

100 Jahre „Männerchor“ Balve

   

In diesem Jahr begeht der Gesangverein „Männerchor“ Balve die Feier seines 100jährigen Bestehens. Er tut es mit festlichem Programm durch einen Zyklus von Darbietungen und Veranstaltungen, die in der Zeit von Mai bis Oktober stattfinden.


Als glanzvolles Eingangstor zu den Jubiläumsfeierlichkeiten darf die Verleihung der Zelter-Plakette an den „Männerchor“ Balve aus Anlass seines 100jährigen Bestehens gelten. Diese Verleihung erfolgt am 19.Mai 1974 durch den Deutschen Sängerbund im Krönungssaal der Stadt Aachen. Eine Abordnung des Balver Vereins wird im festlichen Rahmen dieses Tages die Auszeichnung in Empfang nehmen. –

 

Es ist für die heutigen Mitglieder des Balver Männerchores gewiss Grund zur Freude, einer Singgemeinschaft anzugehören, die bereits vor hundert Jahren begründet wurde. Die frohe Stimmung sich eines Jubiläums-Gedenkens äußert sich jedoch nicht allein in Fest und Feier, sie ladet ebenso ein zu besinnlicher Rückschau wie auch zu einem Blick nach vorwärts, hin auf künftige Ziele und Aufgaben. –

 

Der „Männerchor“ Balve ist nicht dadurch entstanden, dass er ohne Zusammenhang mit dem früheren Musikleben in Balve eines Tages urplötzlich als organisatorisches Gebilde in Erscheinung getreten wäre. Die Entstehung des Männerchores hat eine längere Vorgeschichte. Diese ist zwar wie ein vom Nebel der Vergangenheit mehr oder weniger verschleiertes Wurzelgeflecht, das aber, wenn auch auf verschlungenen Wegen, einst hinführte zu jener Chorgemeinschaft, die nun in diesem Jahre ihr 100jähriges Bestehen feiert. Werden und Geschichte des Balver Männerchores sind ausführlich geschildert im Balver Heimatbuch 1930 (Seite 465) in dem Beitrag „Musik und Volksbräuche des Balver Landes“.—

 

Der Gesangverein „Männerchor“ Balve betrachtet das Jahr 1874 als Jahr seiner Gründung. Im Balver Heimatbuch heißt es: “Der heutige Balver Männergesangverein geht in seinem Ursprung auf die Gesangabteilung des Kriegervereins zurück. Im Jahre 1874 löste sich dieselbe vom Kriegerverein und konstituierte sich als Gesangverein ‚Männerchor’….Ungefähr ein Jahrzehnt hindurch herrschte in dem Gesangverein Männerchor reges Leben. Dann traten Schwierigkeiten ein, die schließlich zur Auflösung des Chores führten. Doch war die Auflösung eigentlich nur eine Formalität, da gleich eine Neugründung unter dem Titel ‚Cäcilia-Männerchor’ erfolgte. Der neue Verein übernahm das gesamte Vereinsvermögen wie auch die Fahne des Männerchores. Von dem Vereinstitel ‚Cäcilia-Männerchor’ wurde später nur mehr der Name Männerchor beibehalten“.—

 

Dieser Bericht aus dem Balver Heimatbuch möge als Hinweis darauf verstanden werden, in welchem Maße de heutige Balver „Männerchor“ die Weiterführung des Männerchores von 1874 darstellt und wie sehr er Zeugnis der Kontinuität einer mehr als 100jährigen Tradition des Männergesanges in Balve ist.—

 

Im Rückblick auf die Vorgeschichte des Balver Männerchores sei nur noch kurz erwähnt, dass der älteste der verschiedenen Männergesangvereine, die im 19.Jahrhundert in Balve entstanden, jener war, der um die Mitte des Jahrhunderts gegründet und geleitet wurde von dem Balver Theologiestudenten David Sylvester Herdes, der später als Pfarrer von Lüdenscheid ein besonders eifriger Diener Gottes war und als Opfer kulturkämpferischer Bestrebungen ins Gefängnis kam.—

 

Soweit aus vorhandenen Protokollen die Namen der Vorsitzenden und Dirigenten des Gesangvereins „Männerchor“ Balve noch festzustellen sind, erscheinen dieselben an anderer Stelle dieser Festschrift in chronologischer Folge,--

 

Seit 100 Jahren galt der Männerchor als ein wichtiger Faktor im bürgerlichen Leben der 1000jährigen Stadt Balve. Wie hat er in dieser Zeit seine Aufgaben verstanden und sein Programm verwirklicht?

 

 Wichtiger als seine Teilnahme an Sängerfahrten und Gesangsfesten, an Freundschaftssingen und Sängerwettstreiten, die als Äußerung pulsierenden Lebens einer Chorgemeinschaft gewiss ihre Bedeutung haben, erscheint mir dennoch die Wirkung der eigenen Strahlkraft auf das Leben der Heimatgemeinde.

Ein Blick auf die Zelter-Plakette, deren Verleihung das diesjährige Jubiläum des Balver Männerchores auszeichnet, verdeutlicht in überzeugender Weise nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Bedeutung einer Verbindung von Musik und Leben.

 

Wer war denn dieser im Jahre 1758 in Berlin geborene Karl Friedrich Zelter? – Er war wie sein Vater Maurermeister, widmete sich aber schon früh auch ernsthaften Musikstudien --, wurde Mitglied und seit 1800 Direktor der Berliner Singakademie --, begründete im Jahre 1809 in Berlin die erste „Liedertafel“ mit hohen künstlerischen Ansprüchen--, wurde Professor und Mitglied der Kgl. Akademie --, gründete 1819 das Königliche Institut für Kirchenmusik, dessen Leiter er bis zu seinem Todesjahr 1832 blieb --, war ein Freund Goethes, der für Zelters Melodien besondere Vorliebe hegte.

 

Mit der Begründung der Berliner Liedertafel im Jahre 1809 begann eine neue Ära des deutschen Männergesanges. Ähnliche Gründungen erfolgten bald in vielen Städten wie auch in der Schweiz, wo die Männergesangvereine jedoch von Anfang an mehr auf volkstümlicher Basis entstanden, wie ja auch heute allgemein der Name „Liedertafel“ als Bezeichnung für Männergesang mit geselliger Tendenz gilt.

 

Die deutschen Männergesangvereine erhielten zu Beginn des vorigen Jahrhunderts auch dadurch besondere Bedeutung, dass sie in einer Zeit politischer Depression zu Pflegestätten vaterländischen Empfindens und Bewusstseins wurden. –

 

Mit diesem Blick auf die Zelter-Plakette wird eigentlich die programmatische Linie sichtbar, die auch für den „Männerchor“ Balve seit einem Jahrhundert maßgebend und bestimmend war: Die Pflege volkstümlicher Kunst sowie die Pflege der Gemeinschaft und frohen Geselligkeit.

Es verdient aber in diesem Zusammenhang erwähnt zu werden, dass, zumal im ersten Halbjahrhundert seines Bestehens, der Balver „Männerchor“ auch die Pflege kirchlicher Gesänge in sein Arbeitsgebiet einbezog und dass er später in einem freund-nachbarlichen und sehr harmonischen, stets zu gelegentlich erbetener Mithilfe bereiten Verhältnis zu dem nach dem ersten Weltkrieg gegründeten Kirchenchor, dem „Pfarr-Cäcilien-Verein“ der St.Blasius-Gemeinde stand, der im Jahre 1969 eine 50jähriges Bestehen feiern konnte. –

 

Seit hundert Jahren hat sich in unserer Stadt der Gesangverein „Männerchor“ nicht nur als beachtlicher Kulturfaktor, sondern auch als ein wichtiger Sammelpunkt bürgerlichen und gesellschaftlichen Lebens erwiesen. Bei ungezählten Gelegenheiten erklangen seine Lieder zur eigenen Freude wie zur Freude der Mitmenschen.

Das gesungene Lied ist in besonderer Weise Ausdruck menschlicher Ganzheit. Es ist für den singenden Menschen selbst ein Zugang zu einem besonderen Erleben der Schönheit, dafür er nicht Mühe und Opfer scheut und das weitab liegt von nur zweckhaft berechnendem materiellem Nützlichkeitsdenken. Fritz Jöde sagt:“ Lied ist Lebensatem, kein Wandschmuck – will also nicht betrachtet werden, sondern getan sein!“ Und schon bei St. Augustinus heißt es:“ Die Musik bewegt die Seele, sie lenkt die Sinne nach verschiedener Seite. Die Musik besänftigt das Gemüt, und die Last der Arbeit tröstet der Klang der Stimme!“ –

 

Es ist also nicht verwunderlich, wenn sich nach vollbrachter Werktagsarbeit seit hundert Jahren auch im Balver „Männerchor“ sangesfreudige Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung zusammenfanden. Gemeines Singen ist ja nicht nur ein Weg zum Erleben klingender Schönheit, es ist ebenso auch ein Weg zu beglückendem Erlebnis der Gemeinschaft, in der jeder einzelne in dienender Ein- und Unterordnung seinen Beitrag zum Gelingen des Ganzen leistet. Ein Ausspruch von Olga Hensel sei hier zitiert:“ Wo finden wir eine künstlerische Gestalt, die von einer Gemeinschaft tatsächlich lebendig gemacht wird, von jedem Glied vollwertig mitgeschaffen ist, so dass jeder in gleicher Weise von den Schöpferischen und den gemeinschaftsbildenden Kräften erfasst, durchdrungen und belebt wird, wie beim rechten Singen eines polyphonen Chores?“ –

 

Diese Äußerung bestätigt fürwahr, dass der einträchtige mehrstimmige Chorgesang in der Tat eine der schönsten und eindruckvollsten künstlerischen Symbolisierungen der Gemeinschafts-Idee darstellt, die man sich denken kann. Wie könnte es anders sein, als dass auf dem Boden solch edler Gemeinschaft die Freude erblüht, der Sinn für Ordnung und Bürgertugend gestärkt wird, Frohsinn und Scherz eine Heimstatt haben ?!—

 

Der Rückblick bei seiner diesjährigen Jubiläumsfeier bietet für den Balver „Männerchor“ – ohne vor dem durch Kriegsereignisse oder andere Geschehnisse unseres bewegten Jahrhunderts verursachten Auf-und-Ab seiner Geschichte die Augen zu verschließen – die Sicht auf viele Lichtpunkte und Erfolge, die geeignet sind, ein Gefühl der Genugtuung auszulösen. Welche Zukunftsperspektiven aber eröffnen sich ihm bei seinem Blick in die zu erwartende Zukunft? –

 

Die Jubiläumsfeier seines 100jährigen Bestehens bedeutet für den „Männerchor“ zwar einen markanten Einschnitt, jedoch keinen Schlusspunkt. Lebenswille und Optimismus der Sängerschar sind stark genug, um künftige Aufgaben zu erkennen und mutig in Angriff zu nehmen. Pflege des Gesangs sowie der Wille zur Gemeinschaft werden für den Männerchor auch in der Zukunft die Leitsterne sein. –

Es hat in der Geschichte des Männerchorwesens auch Zeiten gegeben, darin die Leistungen mancher Chöre höheren Ansprüchen nur in bescheidenem Maße zu genügen vermochten. Doch ist aufs Ganze gesehen in dieser Hinsicht seit langem schon eine bemerkenswerter Aufstieg unverkennbar. Der starke Einfluss und die Bestrebungen des Deutschen Sängerbundes sind nicht unfruchtbar geblieben. Das der Männerchor eine ernstzunehmende Möglichkeit künstlerischen Gestaltens darstellt, muss ja auch für das Wort gelten, dass in der Kunst Leistung nicht durch Gesinnung ersetzt werden kann. Für vollendete Leistung aber sind systematische Stimm- und Gehörbildung Voraussetzung. Das Notenblatt in der Hand eines Sängers tut es nicht allein; es kommt darauf an, was er damit anzufangen weiß, ob es ihm in all seinen Einzelheiten zugänglich ist, oder ob für ihn lediglich eine optische, jedoch nicht völlig ausgeschöpfte Hilfsmöglichkeit und darum im Grunde doch unzulängliche Gedächtnisstütze darstellt. – Es sind nicht selten hohe Schwierigkeitsgrade, deren Meisterung von heutigen Komponisten auch Männerchören zugemutet wird. Hier sollte wie allgemein sonst auch für jeden Sängerchor die Forderung gelten:“ Erkenne deine Grenzen! “ Viel wertvoller ist es, ein schlichtes in vollendeter als eine schwierige Komposition nur in ungenügender Weise darzubieten. In der freiwilligen Beschränkung zeigt sich auch hier der Meister. Damit soll jedoch keineswegs das Bemühen um die Lösung schwieriger Aufgaben abgedrosselt werden. Im Gegenteil! Vielmehr sollen in unermüdlichem Streben Einsicht und Fähigkeit zur Selbstkritik wie auch die Bereitschaft zur Geduld gefördert werden. Hohe Gipfel sind eben nicht mühelos und nur mit kleinen und kleinsten Schritten zu erklimmen. – Je mehr sich ein Männerchor neben der Pflege wertvollen Liedgutes in einfacher Harmonisierung auch der Pflege von Kompositionen in kontrapunktischer Stilart mit all ihrer kunstvoll verschlungenen Polyphonie widmet, um so mehr wird sich auch sein künstlerisches Niveau heben. Es wäre erstrebenswert, wenn weithin der Männergesang sich mehr aus einer allzu sklavischen Abhängigkeit von der Vierstimmigkeit befreien würde. Die dreistimmige Satzart ist für einen Männerchor durchsichtiger und bietet einer polyphonen Gestaltung mehr Möglichkeiten. Bei der Alternative zwischen harmonisch gesättigter Klangfülle jeder beteiligten Stimme in einem polyphonen Stimmengewebe, verdient letztere oft den Vorzug. Mit all dem soll jedoch nichts gesagt sein, was als Abwertung des guten schlichten Volksliedes missdeutet werden könnte. Gerade das Volkslied, dessen besondere Pflege den Männerchören obliegt, ist und bleibt ja der fruchtbare Mutterboden der großen Kunst. Wenn er verdorrt und verstummt, wird mehr oder weniger auch der hohen Kunst das Quellwasser entzogen. –

 

Freude am Gesang sowie Wille zur Gemeinschaft und frohen Geselligkeit waren in der Vergangenheit die Wegweiser für den Balver Männerchor. Sie werden es auch in Zukunft sein. Wenngleich nun beide sich gegenseitig fördern oder gar eines das andere bedingt, sträuben sich dennoch beide gegen eine stillose Vermischung. Auch hier sollte unerbittlich die Forderung gelten: Jeweils das rechte Lied und das rechte Wort auch zur rechten Zeit und am rechten Ort. Wenn der Männerchor in dankenswerter Weise eine Konzertveranstaltung mit künstlerischem Anspruch bietet, fordert allein schon der Respekt vor der Kunst wie auch vor den Mühen und Opfern, die solch eine Veranstaltung überhaupt erst ermöglichen, dass die Atmosphäre nicht durch Alkohol, durch klirrende Biergläser und den Rauch von glimmenden Zigaretten gestört wird. Oder wenn ein Chor, ein Orchester, oder auch ein ungewohnter und fremdartiger Klangkörper den Felsendom der Balver Höhle als Konzerthalle benutzt, mögen sich alle dafür zuständigen und entscheidenden Stellen bewusst sein, dass nicht jede Musik dem ernsten und grandiosen Eindruck des Höhlenraumes angemessen ist und mit ihm zu einer sich gegenseitig steigernden einheitlichen Gesamtwirkung von Raum- und Klangerlebnis verschmilzt, sonder dass unter Umständen auch die Gefahr einer unbefriedigenden und peinlichen Diskrepanz entstehen kann. In diesem Felsendom sind in der „hohen Zeit“ des bisherigen Balver Kulturlebens erhabene Meisterwerke der Tonkunst von Beethoven, Anton Bruckner, Richard Wagner, Edward Grieg, Giuseppe Verdi, Hans Pfitzner in vollendeter Weise erklungen. Damit sind künstlerische Maßstäbe gesetzt worden, und jeder, der seitdem in der Balver Höhle konzertiert, muss auch damit rechnen, an ernsten Maßstäben gemessen zu werden. – Wenn aber ein Sängerchor sich irgendwo in froher Geselligkeit mit Freunden und Gästen zu einen guten Umtrunk versammelt, wird in solch fröhlicher runde gewiss jeder Anwesende auch von Herzen dankbar sein für das erfreuende und überraschend ausgeteilte Geschenk eines klingenden Liedes. –

 

Bezüglich des im Balver Männerchor bestehenden Willens zur Gemeinschaft ist nicht zu vergessen, dass derselbe heute und in Zukunft von ganz besondere Aktualität ist. Gerade in unserer Zeit mit all ihren Wirbeln, mit ihren Spannungen und Gegensätzen, mit ihrer Vermaterialisierung des Denkens und der Technisierung des Daseins, mit ihrer Jagd und Hetze und ihrem zermürbendem Stress, mit all ihren Ängsten und Zusammenbrüchen, mit ihrer Unruhe und ihren Experimenten, mit ihrem oft blinden Fortschrittsglauben, mit ihrem Rückgang religiösen Lebens, mit ihrer Verkümmerung vaterländischen Denkens und ihrem Mangel an geschichtlichem Bewusstsein, mit ihrem im Hinblick auf „Wertorientierung“ oft fragwürdigen Freizeitgestaltungsrummel, mit ihren Kommunikationsmedien als propagandistischer Möglichkeit für öffentliche Meinungsbildung, die zwischenmenschliches Gespräch verstummen lassen, -- in dieser Zeit mit all ihren Bedrückungen, die wir als das Finale eines übersättigten so genannten Wohlstandszeitalters durchleben, erhebt sich trotz aller Betriebsamkeit dennoch für viele die große Gefahr der Isolierung und Kontaktlosigkeit und damit der gegenseitigen Entfremdung als bedrohlicher Erscheinung unserer Tage.

Unter solch ernstem Aspekt kommt auch dem Leben und Wirken des Balver Männerchores, der heute sein 100jähriges Bestehen feiert, eine gewiss nicht unwichtige Zukunftsbedeutung in unserer Stadt zu. Vergessen wir nicht, dass auch die Gründung der Zelterschen Liedertafel und das Erblühen des deutschen Männerchorwesens im vorigen Jahrhundert in eine Zeit tiefer vaterländischer Depression fielen! –

 

Die Gemeinschaft des Männerchores möge auch in Zukunft nicht müde werden, jene hohen Werte zu besingen, die in ihrer überzeitlichen Bedeutung stets vielen Menschen kostbar und teuer waren und sind, die aber in einer verwirrten Zeit und Welt heute von vielen vergessen und übersehen werden, - zu singen von Gott und Welt, von Himmel und Erde, von der Schönheit des Lebens und der Natur und – ich sage es mit Nachdruck – auch von Heimat und Vaterland! –

Wenn in Zukunft der Balver Gesangverein „Männerchor“ so seine Aufgabe versteht und erfüllt, verdient er fürwahr nicht nur die lebhafte Resonanz der Balver Bürgerschaft, sondern auch tatkräftige Unterstützung und Förderung seitens behördlicher Stellen, zu deren Auftrag neben der Wahrung wertvolles Erbes es auch gehört, um das gegenwärtige und künftige kulturelle Leben in unsere Stadt besorgt zu sein.—

 

Sangesfreude und Wille zur Gemeinschaft waren und sind die Leitsterne für den „Männerchor“ Balve.

 

Was sollte man ihm zu seinem Jubiläum mehr wünschen, als dass dieses Doppelgestirn auch in Zukunft ihm leuchtet und gerade im Dunkel und Wetterleuchten der Zeit doch nie seinen Glanz verliert?! –